@BachmannRudi Das ist Berlin, da sind insbesondere die Grünen links, wo die Wand steht. In der kulturell gruenaffinsten deutschen Stadt noch nie den Regierenden Bürgermeister gestellt zu haben, spricht ja für sich.
@Kurkamp Die SPD hätte ja längst Pistorius als Kanzlerkandidat haben können (und dann hätte ich sie auch gewählt und nicht eine belanglose Kleinpartei). Aber die SPD ist halt auch die SPD 🤷
Heute vor drei Jahren überfielen Hamas-Terroristen Israel und ermordeten mehr als tausend Menschen. Am 7. Oktober 2023 kam ich, mit dem Fahrrad am Neckar entlangfahrend, in Heidelberg an und hörte auf dem Marktplatz Menschen über den Anschlag sprechen.
Wenn etwas meine ohnehin seit jeher bestehende Überzeugung, mich gegen Extremismus zu stellen und dies auch klar zum Ausdruck zu bringen, noch einmal nachdrücklich bestärkt hat, dann war es dieser Terroranschlag: der größte Massenmord an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust.
Der Umgang mit manchen Leuten ist seither leider schwierig geworden. Manche Freundschaften sind zerbrochen, manche verwandtschaftlichen Beziehungen abgekühlt. Das alles ist schmerzlich. Andere Menschen fragen mich, warum ich mich in dieser Frage so sehr engagiere. Ich möchte darauf gerne antworten.
Seit meiner Kindheit erlebe ich, dass Menschen im Namen von Religion nicht nur Freiheiten massiv beschränken, sondern auch Gewalt ausüben. Dass Frauen gezwungen werden, Kopftuch zu tragen oder sich gleich vollständig zu verhüllen. Dass Menschen öffentlich ausgepeitscht oder hingerichtet werden. Dass „Blasphemie“ als Vorwurf gegen missliebige Menschen dient, die dadurch zur Zielscheibe von Gewalt werden können.
Ich habe als Kind die mörderische Wut gegen Rudi Carrell nach seinem Khomeini-Witz erlebt und die bis heute andauernde Jagd auf den Schriftsteller Salman Rushdie. Ich habe mehr als ein Dutzend Bekannte, Freunde und Kollegen durch die Hand islamistischer Extremisten verloren.
Seit Jahren höre ich in muslimischen Ländern Aussagen wie: Hitler sei doch „ein hervorragender Staatsmann“ gewesen, er habe „leider sein Werk nicht vollendet“. Ich höre, wie Bin Laden als „Bruder“, „einer von uns“ oder gar als „Held“ gefeiert wird. Selbst in Oxford und Harvard ausgebildete Anwältinnen in Pakistan äußern solche Ansichten. Ich fand das immer schwer erträglich, konnte mir aber immerhin sagen: Das ist weit weg, so redet zum Glück niemand bei uns.
Und nun erlebe ich seit dem 7. Oktober 2023, dass Hamas-Terroristen auch bei uns, in Deutschland, gefeiert und bejubelt werden. Man müsse „die ganze Geschichte“ sehen – zur „ganzen Geschichte“ könnte ich einiges erzählen! –, und bei den Tätern handele es sich um „Widerstandskämpfer“. In Berlin-Neukölln verteilten Menschen Süßigkeiten nach dem Massenmord.
Und es sind keineswegs nur Menschen mit migrantischem Hintergrund, die solche Mörder glorifizieren. Auch weiße, deutsche, sich selbst als links verstehende junge Menschen binden sich eine Kufiya, ein „Palästinensertuch“, um den Hals oder um den Hintern und rufen „Free Palestine“, „Free Gaza“ oder gleich „Yalla Yalla Intifada“, ohne zu kapieren, welche politischen und historischen Bedeutungen diese Parolen haben. Es ist die komplette Wohlstandsverwahrlosung.
Auf TikTok kursieren unzählige Videos, in denen Hamas-Terroristen und Osama bin Laden als Helden gefeiert werden – als „Kämpfer für die Unterdrückten“, als Gegner des Kapitalismus, als vermeintlich starke Vertreter des „globalen Südens“. Und immer mehr junge Menschen glauben diesen Blödsinn auch noch.
In dieser wahrlich beängstigenden Situation kommen rechtsextreme Volltrottel daher, reden von „millionenfacher Remigration“ und bedrohen gleich alle Menschen, die ihnen fremd oder irgendwie muslimisch erscheinen.
Und wissen Sie, wer schweigt? Wer nichts sagt? Wer dem Islamismus, der Terrorverherrlichung und der Verbrüderung von Teilen der extremen Linken mit Islamisten nichts entgegensetzt – und zwar so entschieden, dass nicht am Ende die Rechtsextremen als diejenigen erscheinen, die als Einzige tatsächlich etwas dagegen hätten?
Die politische Mitte.
Jenes Spektrum also, dem ich mich zugehörig fühle.
Sie sitzt da, bräsig und unfähig, vielleicht auch schlicht überfordert, und verhandelt am Ende mit irgendwelchen Islamverbänden, während sie den politischen Raum denen überlässt, die ihn am lautesten besetzen.
Das ist der Grund, weshalb ich beschlossen habe, auch hier nicht zu schweigen.
Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der Rechtsextremisten den Ton angeben. Ich möchte aber ebenso wenig in einer Gesellschaft leben, in der die Scharia gilt und religiöse Autoritäten bestimmen, was gesagt, getan oder gedacht werden darf oder welche Kleidung getragen werden muss.
Man schaue sich um, überall, wie es Menschen ergeht, die als Juden erkennbar sind. Wie selbst Restaurants beschützt werden müssen, Kindergärten, Schulen, Gotteshäuser, diplomatische Vertretungen schon eh seit Jahren. Mitten in Berlin zum Beispiel. Nichts davon ist „Widerstandskampf“, nichts davon „Kritik an der Regierung Israels“. Beschämend ist das.
Heute ist vor allem ein Tag des Gedenkens an die Opfer des 7. Oktober 2023. Was dort geschah, ist nur eins: Terror. Nichts anderes. Mögen die Toten in Frieden ruhen. Mögen die vielen Menschen, die an Körper und Seele verletzt wurden, Heilung erfahren und ebenfalls Frieden finden. Und mögen wir die Terroristen besiegen.
@LeifSabic@mlorke1004@StephanRehfeld Das Problem für uns, insbesondere Linke, ist, dass unser Denken immer darauf gerichtet ist, dass es für alles eine bessere Lösung geben muss, manchmal aber der Status quo auf lange Zeit das beste ist, was man bekommen kann.
@LeifSabic@mlorke1004@StephanRehfeld Es gibt in absehbarer Lösung für den Konflikt, weil zu viele Seiten daran kein Interesse haben. Und mit der zweiten Intifada und endgültig dem 7. Oktober ein vertrauenswürdiger Partner auf palästinensischer Seite fehlt. 1/2
@timo_grunden@spdde Was ist der "demokratische Sozialismus"? Gibt es einen Markt, gibt es noch Unternehmer, und wenn ja, in welchen Bereichen? Ich wette, Sie können das nicht definieren.
@PatriotSozi@quotensoze@Kurkamp Das ist ja richtig, aber alles kam (zu) spät, weil die SPD Rücksicht auf ihren linken Flügel nehmen musste (ich weiß, wovon ich rede, mein Vater gehört dem an). Das muss Merz nicht.
@PatriotSozi@quotensoze@Kurkamp Also, man muss ja die Alternative bedenken - und das wäre Olaf Scholz gewesen, vermutlich mit Fraktionschef Mützenich. Ich war 2023 selbst in der Ukraine und habe mich so geschämt für die deutsche Politik, die monatelang über die Lieferung von ein paar Panzern debattiert hat.
@quotensoze@Kurkamp@PatriotSozi Ach, Sie wollen doch nur frustpöbeln. Wissen Sie, ich hätte beim letzten Mal SPD gewählt, wenn sie Pistorius aufgestellt hätte. Merz war die second best-Option. Seine wirtschaftsliberale Haltung geht mir auf die Nerven, aber ich bin froh, dass er außenpolitisch da ist.
@quotensoze@Kurkamp@PatriotSozi Symbole sind in der Politik wichtig. Wenn man zeigen will, dass man sich von Putin nicht einschüchtern lässt, muss man selbst nach Kiew fahren.
@Kurkamp@PatriotSozi Es ist einfach eine Notwendigkeit, nach Kiew zu fahren. Dass er damit in der Wählerschaft im Allgemeinen nicht punktet, dürfte Merz wissen. Ich rechne ihm das hoch an.
@annemariemox@AlexanderHeppe@BerlinReporter@baha_jam Ja, die SPD verhindert viel Unfug, aber nicht alles, zB die Krankschreibung ab dem ersten Tag. Diese Schnapsidee, sich am ersten Erkältungstag mit dicken Kopf in die Arztpraxis schleppen zu sollen...
@annemariemox@AlexanderHeppe@BerlinReporter@baha_jam Das kann ich nur bestätigen. Ich habe bei der letzten Bundestagswahl bis zum Samstag davor mit mir gerungen, ob ich CDU wähle - wegen Migration und Ukraine. Dagegen sprach die Sozialpolitik. Nach der Münchner Rede von Merz habe ich es dann nicht gemacht.
@Die_Gruenen@spdberlin
Euch ist alles unwichtig. Wenn Ihr endlich „Linke Politik“ machen könnt.
Wenn Ihr Euch mit @ElifEralpBerlin und ihrer @dielinkeberlin einlasst, dann redet nicht mehr darüber, die CDU solle eine „Brandmauer“ einhalten. Denn Demokratie ist Euch egal. Also kann auch jeder seinen eigenen Extremismus leben.
Das zentrale Argument, die AfD abzulehnen, ist, dass diese Partei ein nachweisliches Problem mit dem Begriff Menschenwürde hat.
Die Antisemiten von den Linken haben dasselbe Problem. Nur tun sie nicht mal so, als wäre es nicht da.
Menschenwürde steht im GG, weil Demokratie mehr ist als Wahlen. Sonst wären der Irak und Afghanistan Demokratien.
Diese „Sondierungen“ dürfte es ohne Rücktritte und klarste verbale Distanzierung durch die Partei nicht geben.
Dafür ist es zu spät.
Schämt Euch bitte.
tagesspiegel.de/berlin/durchbr…
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⮕ AfD, BSW, Die Linke, Extremisten, Russland, Iran: F* off
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10K Followers 3K FollowingYachad is a British Jewish organisation whose primary mission is to empower British Jews to support a political resolution to the Israeli Palestinian conflict.
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Former advisor at the Knesset | B.A Political Science and History HUJI | BEd Beit Berl
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Voting Behavior, Party Competition, German and Comparative Politics.
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